Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Klaus Achhammer: In Zeiten von Corona

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Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Klaus Achhammer

Rückblick auf das Pandemiejahr 2020 aus zahnmedizinischer Sicht

Als Mitglied der Aufbaugemeinschaft wurde ich gebeten, im Rahmen des Newsletters einen kurzen Überblick über die Abläufe in meiner Zahnarztpraxis während der Pandemiezeit zu geben.

Dr. med. dent. Klaus Achhammer

Als sich vor rund einem Jahr diese neuartige Atemwegserkrankung weltweit ausbreitete, konnte noch niemand die Ausmaße und Folgen abschätzen. Dass sich solch gravierende Einschnitte im sozialen und wirtschaftlichen Bereich ergeben könnten, war zu dem damaligen Zeitpunkt undenkbar. Glücklicherweise ist die Wissenschaft nun soweit, der Bevölkerung wirksame Impfstoffe zur Verfügung zu stellen und auch über die Ansteckungswege von SARS-CoV-2 ist inzwischen viel bekannt. Da das Virus hauptsächlich durch Tröpfchen weitergegeben wird, macht es gerade unseren Arbeitsbereich in unmittelbarer Nähe zur Mundhöhle problematisch, da hier die Aerosolbildung durch rotierende Instrumente sehr hoch ist. Allerdings haben wir mit Viren - und Bakterienbelastungen in unserem unmittelbaren Arbeitsfeld schon immer zu tun und unser Hygienekonzept ist darauf ausgerichtet, dass jeder Patient als potentiell infektiös betrachtet wird. Deshalb haben sich in unserer Praxis die grundsätzlichen Hygieneabläufe während der Coronapandemie nicht nennenswert geändert. Nichtsdestotrotz haben wir zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus eingeführt.

Zu Beginn des ersten Lockdowns haben wir an unserer Eingangstür ein Hinweisschild für Patienten mit erkältungsähnlichen Symptomen angebracht, dass diese die Praxis nicht betreten sollen. Jeder Patient muss sich am Eingang an einem kontaktlosen Desinfektionsmittelspender die Hände desinfizieren (diese waren aber schon vor der Pandemie fester Bestandteil der praxiseigenen Hygienekette) und einen Mund-Nasenschutz ordnungsgemäß tragen. Gerade zu Beginn des ersten Lockdowns hatten einige Patienten keinen adäquaten Mundschutz zur Verfügung. Diesen wenigen Ausnahmen wurden von uns kostenfrei Masken zur Verfügung gestellt. Inzwischen herrscht FFP2-Maskenpflicht für alle Patienten.  An der Anmeldung wurden Glasscheiben als direkte Barriere angebracht und im Wartezimmer Plexiglastrennwände zwischen den Stühlen aufgestellt, so dass kein direkter Kontakt zwischen den wartenden Patienten entstehen kann. Zusätzlich wurde ein Luftfiltergerät aufgestellt, welches den empfohlenen 6- fachen Luftaustausch je Stunde gewährleistet und die Raumluft zusätzlich mit UV - Licht desinfiziert. Mögliche Aerosole werden mit einem Aktivkohle – und HEPA-Feinstaubfilter aus der Raumluft zu 99,9 % entfernt. Sollten sich aufgrund von kurzzeitigem hohen Patientenaufkommen mehrere Personen im Wartezimmer aufhalten, werden neu ankommende Patienten gebeten, entweder vor der Praxis bzw. im Auto zu warten. Der Luftaustausch in den gesamten Praxisräumen wird regelmäßig durch Stoßlüften gewährleistet.

Werden die Patienten aufgerufen und zum Behandlungsraum gebracht, muss der Mund- und Nasenschutz aufgesetzt bleiben. In den Behandlungsräumen kann dieser dann abgenommen werden. Nach Behandlungsende oder beim Raumwechsel beispielsweise für Röntgenaufnahmen müssen die Masken wieder aufgesetzt werden.

Gerade zu Beginn des ersten Lockdowns waren FFP2-Masken und Händedesinfektionsmittel sehr schnell vergriffen. Glücklicherweise machten wir zum Jahresende 2019 noch eine große Bestellung an Einmalhandschuhen und Händedesinfektionsmittel, wodurch wir ausreichend versorgt waren, bis sich die die Lage wieder entspannte. FFP2-Masken konnten wir die ersten Wochen von einer Autolackiererei beziehen, da auch diese nirgends mehr zu bekommen waren. Das komplette Praxispersonal behandelt seit Anbeginn der Pandemie zusätzlich mit Schutzbrillen bzw. Gesichtsschutzschildern. So konnten wir von Anfang an den Versorgungsauftrag zur Behandlung der Patienten unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen für Patienten und Personal sicherstellen.

Aktuelle Baumaßnahmen zur Praxiserweiterung:

Wenn die Um – und Anbauarbeiten voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein werden, wird das neu entstandene Erdgeschoss mit ca. 80 qm komplett für die Praxis genutzt. Es wird zusätzlich zu den bereits vier vorhandenen Behandlungszimmern ein Weiters hinzukommen, das Wartezimmer vergrößert und neue Lager - und Sterilisationsräume entstehen. Während der gesamten Bauphase bleibt die bestehende Praxis unberührt und der Praxisbetrieb kann ohne Einschränkungen fortgeführt werden.

Verantwortlich für den Inhalt:

Dr. med. dent. Klaus Achhammer
Sudetenstraße 12
93073 Neutraubling

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